Chronik der Hainsberger Metallwerke

Ein Stück sächsischer Industriegeschichte:

Hainsberger Metallwerk GmbH - 100 Jahre Tradition

Die jetzige Hainsberger Metallwerk GmbH wurde am 25.01.1902 unter dem Namen "Sächsisches Stanz- und Ziehwerk" gegründet und im Jahre 1911 in Hainsberger Metallwerke umbenannt.

Die ersten Produkte waren hauptsächlich Fahrradteile wie Lenker, Muffen usw..

Ab 1906 begann die Fertigung von kompletten Fahrrädern, die erfolgreich in ganz Deutschland unter dem Markennamen "National" vertrieben wurden. Mehrere Patent- und Gebrauchsmuster-Anmeldungen aus dieser Zeit belegen die Bemühungen zur Verbesserung der Produkte wie auch zur Senkung der Produktionskosten.

In den beiden Weltkriegen wurde die Fahrradproduktion unterbrochen, da Rüstungsgüter hergestellt werden mußten.

Im Juli 1945 wurde der Betrieb restlos demontiert. Einige ehemalige Mitarbeiter beschafften Maschinen aus ausgebombten Betrieben der Stadt Dresden und wagten mit bewunderungswürdigem Mut und Entschlossenheit einen Neuanfang. Als erstes wurden Stanz- und Ziehteile, Haus- und Küchengeräte, sowie Baubeschläge hergestellt.

Bereits 1949 fertigten die Hainsberger Metallwerke wieder komplette Fahrräder. Allein im Jahre 1952 verließen neben Auto- und Fahrradzubehörteilen 30.000 Fahrräder und 20.000 Fahrradrahmen das Werk. Ab 1950 produzierte das Unternehmen außerdem Leichtmotorräder mit einem 98ccm Renak-Motor.

Im Jahre 1953 wurde der Betrieb dem VEB Kfz-Zubehörwerke Dresden, der der VVB IFA angehörte, angeschlossen und zunächst auf Fahrradeinzelteile wie Schutzbleche, Lenker, Gabeln und Sattelstützen spezialisiert. Die Produktion von Fahrrädern und Leichtmotorrädern wurde eingestellt. Es folgte die schrittweise Auslagerung der Produktion von Fahrradteilen und die Aufnahme der Fertigung anderer Fahrzeugteile z.B. Moped-Auspuffanlagen.

Im Jahre 1957 begann der Werkzeugbau mit der Herstellung von Kokillen für den Automobilbau. Damit entwickelte sich ein Produktionszweig, der ununterbrochen bis heute weitergeführt wurde.

Ab 1964 erfolgte eine erneute Umstellung des Produktionsprofils. Der Betrieb spezialisierte sich auf die Fertigung von Düsenhaltern für Dieselmotoren und wurde zum Alleinhersteller von Düsenhaltern für Straßenfahrzeuge und Stationärmotoren.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 wurde die Hainsberger Metallwerk GmbH gegründet und 1991 von der TOSS GmbH & Co KG übernommen.

Die heutige Produktpalette umfaßt die fünf Bereiche

  • Werkzeugbau (Kokillen, Druckgießformen, Entgratwerkzeuge,Spritzgießformen, Schnitt- und Biegewerkzeuge und Vorrichtungen aller Art)
  • Lohnfertigung (, CNC-Bearbeitung CNC Fräsen, CNC Drehen, Blechbearbeitung Stanz- und Biegearbeiten, Spritzgießen, Senk- und Drahterodieren )
  • Sondermaschinenbau und Herstellung von Zubehör für Verpackungsmaschinen
  • Beschlägebau Polstermöbelbeschläge und Couchmechanikteile
  • Prüfungsmaterialsätze
 

Kontakt

Hainsberger Metallwerk GmbH
Dresdner Straße 313
01705 Freital (Dresden)
Telefon (03 51) 64 71-0
Telefax (03 51) 6 49 14 49
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